Der Grünlandmarkt im Landkreis Rosenheim ist stark geprägt von der traditionellen Milchwirtschaft des Alpenvorlandes und touristischen Diversifizierungsmöglichkeiten. Die Region ist eine der stärksten Milchproduktions-Regionen Bayerns - Milchviehbetriebe suchen kontinuierlich Grünland für Futterproduktion und Weidegang. Bio-Betriebe boomen enorm - die Chiemsee-Region mit Millionen Touristen bietet exzellente Vermarktung für Bio-Milchprodukte, Käse und Fleisch. Auch Pferdehöfe und Reitställe profitieren vom Tourismus und der München-Nähe. Die Alpenvorland-Kulisse macht Grünland auch für Erholungsnutzung wertvoll. Förderprämien für Grünlandextensivierung und Berglandwirtschaft sind attraktiv. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Hochwertige Mähwiesen mit Alpenblick sind besonders gefragt.
Bodenqualität und Anbaubedingungen
Die Grünlandstandorte im Landkreis Rosenheim sind typisch für Alpenvorland: Von intensiv nutzbaren Mähwiesen im Flachland bis zu extensiven Hangweiden mit Alpenblick. Ertragsfähigkeit 50-75 dt Trockenmasse/ha. Besonders wertvoll: Grundwassernahe Wiesen mit guter Wasserversorgung. Das Alpenvorland-Klima mit höheren Niederschlägen ist vorteilhaft. Artenreiche Wiesen für Naturschutz-Programme gefragt. Flächen mit Alpenblick und touristischem Wert (Pferdeweiden!) sind Premium.
Rechtliches und Genehmigungen
Beim Grünland-Verkauf im Landkreis Rosenheim gilt Grundstücksverkehrsgesetz. Landratsamt Rosenheim prüft jeden Verkauf. Pächter haben Vorkaufsrecht. Grünland in Landschaftsschutzgebieten (viele im Alpenvorland!) unterliegt zusätzlichen Auflagen. Umwandlung in Ackerland sehr restriktiv gehandhabt. Förder-Verpflichtungen gehen auf Käufer über.
Steuerliche Aspekte
Nach 10 Jahren Besitzzeit ist Veräußerungsgewinn steuerfrei. Grünland-Förderprämien können bei Verkauf zu Rückforderungen führen, wenn Verpflichtungszeiträume nicht abgelaufen. Bei Erbschaft: Hohe Freibeträge. Bergbauern-Förderungen beachten.